FDP.Die Liberalen
Oetwil und Geroldswil
Kanton Zürich
24.03.2020

FDP Kanton Zürich fordert von der Bildungsdirektion bis zu den Frühlingsferien konkreten Massnahmenplan für länger andauernden Fernunterricht

Die Schulen haben ihren Präsenzunterricht seit einer Woche eingestellt – es war für alle Beteiligten eine herausfordernde Woche. Befürchtungen bestehen, dass sich die Schulschliessung bis zu den Sommerferien hinzieht. Die FDP Kanton Zürich fordert daher die Bildungsdirektion auf, bis spätestens zu den Frühlingsferien einen konkreten Massnahmenplan vorzulegen, welcher verbindlich für Schulleitende und Lehrpersonen darlegt, wie die Vermittlung des Schulstoffs sowie die Überprüfung der Lernziele für eine länger anhaltende Schliessung per Fernunterricht sichergestellt werden kann. Die inhaltliche und didaktische Herangehensweise des Fernunterrichts soll die Chancengleichheit aller Schülerinnen und Schüler gleichermassen miteinbeziehen und ermöglichen, dass die Kinder am Stoff dran bleiben können und alle Beteiligten die Unterstützung erfahren, welche sie benötigen.

Seit der Schliessung der Schulen wurde von Schulbehörden, Schulleiterinnen und Schulleitern, Lehrerinnen und Lehrern aber insbesondere auch von Eltern und Kindern Ausserordentliches geleistet, um mit dieser neuen Situation zurecht zu kommen. Dafür gilt ihnen allen ein grosser Dank. Das Wichtigste zum jetzigen Zeitpunkt ist es, dass die Wissensvermittlung so gut wie nur möglich funktioniert, um nicht einen ganzen schulischen Jahrgang und somit auch die nachfolgenden Laufbahnschritte ins Stocken zu bringen. Auch sollen die Schülerinnen und Schüler nach der Corona-Krise nicht Unmengen an Stoff nachholen müssen. Dass die Situation für alle Beteiligten eine Herausforderung darstellt, steht ausser Frage. «Der Lehrerverband wie auch der Schulleiterverband sind nun aufgefordert, gute Beispiele zu sammeln und allen Schulen im Kanton zur Verfügung zu stellen und in regem Austausch zu stehen. Gerade Lehrpersonen, die sich in der neuen Situation unsicher fühlen, müssen jetzt von den Verbänden unterstützt werden», führt FDP Parteipräsident Hans-Jakob Boesch aus. Ebenfalls erwartet die FDP, dass die beiden Verbände Rückmeldungen der Eltern – auch kritischer Natur – entgegennehmen und entsprechend einbringen. Es ist selbstredend, dass der Schulunterricht unter den gegebenen ausserordentlichen Umständen nicht perfekt sein kann; gemeinsam und mit Lernen voneinander kann er aber gut sein.
Mit Blick in die nahe Zukunft fordert die FDP Kanton Zürich die Bildungsdirektion auf, die Zügel schnell an die Hand zu nehmen, sich mit allen Beteiligten dieses Prozesses zusammenzutun und bis spätestens zu den Frühlingsferien einen Massnahmenplan vorzulegen, welcher verbindliche Vorgaben für Schulleitende und Lehrpersonen beinhaltet. In diesem sollen unter anderem Minimalstandards hinsichtlich Stoffinhalte und Lernkontrollen vorgegeben werden, Verantwortlichkeiten müssen klar geregelt sein, um hier nur einige zu nennen. Erklärtes Ziel ist es, einen reibungslosen längerfristigen eng begleiteten Fernunterricht sicherzustellen. Gerade der Lehrplan 21, der nicht auf Ende jedes Schuljahres fixe Lernziele festlegt, gibt dazu die richtige Grundlage. «Eine länger anhaltende Schulschliessung stellt für Eltern, Kinder und Lehrpersonen einen massiven Einschnitt und eine hohe Belastung dar. Die Bildungsdirektion muss mit dem geforderten Massnahmenplan, zusammen mit den Verbänden und weiteren wichtigen Anspruchsgruppen sicherstellen, dass alle die entsprechende Unterstützung bekommen, damit die Kinder nach der Krise möglichst nahtlos anknüpfen können», fordert Beatrix Frey-Eigenmann, Fraktionspräsidentin FDP Kanton Zürich.


Kontakte:
Hans-Jakob Boesch, Parteipräsident, 078 819 64 65
Beatrix Frey-Eigenmann, Fraktionspräsidentin, Kantonsrätin, 079 789 86 58

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