NEIN zur Initiative "Keine 10-Millionen-Schweiz"
Altersentwicklung
Gemäss dieser Projektion steigt die Erwerbsbevölkerung um 11% an, diejenige der über 65-jährigen aber um 50%. Das bedeutet, dass der Anteil der über 65-jährigen an der Erwerbsbevölkerung von 38% auf 50% ansteigt..
Drastische Auswirkungen auf unser Gesundheitssystem
Unser Gesundheitssystem beschäftigt heute rund 600'000 Personen. Sie garantieren ein System das weltweit führend ist, aber natürlich seinen Preis hat. Haben Sie sich schon einmal vorgestellt, wie Sie in unseren Nachbarländern versorgt würden? Mit solchen Szenarien müssen Sie rechnen, wenn Sie dieser Initiative zustimmen. Das gefährliche daran ist, dass die Verschlechterung nicht sofort, sondern schrittweise eintritt und sich erst in ein paar Jahren auswirkt. Dann will aber niemand mehr Verantwortung übernehmen, aber Sie müssen es ausbaden.
Keine Lösung bei den Initianten!
Darin miteingerechnet sind auch die Entwicklungen im Alters- und Pflegebereich. Auch da gilt: nicht die heutigen Seniorinnen und Senioren sind die Leidtragenden bei der Annahme der Initiative, sondern diejenigen, die heute noch in der Ausbildung sind oder bereits im Erwerbsleben stecken. Was heute wohlorganisiert ist, kann in Zukunft weder personell noch finanziell getragen werden.
Keine Lösung bei den Initianten!
Was ist denn die Zukunft der AHV?
Die Absicht der AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung) ist schon vom Namen her klar. Nur ist die Finanzierung mit der neu einzuführenden 13. Rente noch nicht klar. Wie sollen denn die zukünftigen Rentner zur versprochenen Rente kommen, wenn die Erwerbstätigen im Verhältnis zu den Rentnern immer weniger werden?
Keine Lösung bei den Initianten!
Keine Staustunden, keine überfüllte Eisenbahn
Natürlich! Die Initiative erfüllt diese Versprechen von allein. Mit dem Herunterfahren der Wirtschaft wird der LKW-Verkehr auf den Strassen automatisch dezimiert. Durch das Verschwinden von Arbeitsplätzen nimmt der Pendlerverkehr ab und die Rentner werden sich weniger Ausflüge leisten können.
Bravo, da erreichen die Initianten doch noch etwas!
Weniger Wohnungsbau, mehr günstige Mietzinsen
Die Bevölkerungsentwicklung nimmt dank dem Wegfall der Zuwanderungen ab, was heisst, dass Wohnungen zu günstigen Mietzinsen frei werden und damit weniger teurer Wohnungsbau realisiert werden muss. Aber entsprechen die frei werdenden Wohnungen denn auch den zukünftigen Bedürfnissen? Nein, denn die Wohnfläche pro Person ist ständig am wachsen!
Keine Lösung bei den Initianten!
Weniger Probleme an den Volksschulen und im Asylbereich
Es ist nicht abzustreiten, dass an den Volksschulen teilweise anstrengende Probleme bestehen. ABER: die Schülerinnen und Schüler haben hervorragende Möglichkeiten, sich nach der obligatorischen Schule mit einer Berufslehre oder Studium weiterzubilden. Das Modell der Berufslehre ist weltweit Spitze. Die Hochschulen für Studierende sind ebenfalls weltweit führend. Wir bieten unseren Kindern Bildung, die ihr Leben verbessert, sofern wir die Wirtschaft nicht ruinieren.
Keine Lösung bei den Initianten!
Weniger Kriminalität
2024 meldeten die Schweizer Polizeikorps 563’633 Straftaten! Davon entfielen rund 28'000 Straftaten gegen Leib und Leben. Im Jahr 2024 verzeichnete die Schweiz 2'069 schwere Gewaltdelikte. Die Vermögensstraftaten nahmen auf rund 383'000 Delikte zu.
Von rund 91'000 Beschuldigten waren 43% Schweizerinnen und Schweizer. 32% Ausländer mit festem Wohnsitz in der Schweiz. Wenn die Wirtschaft durch diese Initiative geschwächt wird, wird die Kriminalitätsrate mit Sicherheit entsprechend der erwarteten Rezession zunehmen.
Keine Lösung bei den Initianten!
Reduktion des steigenden Ressourcenverbrauchs
Heute läuft die Wirtschaft auf Hochtouren. Staat, Wirtschaft und Private investieren viel Geld in erneuerbare Energien und ressourcenschonende Autos und Geräte. Weniger wohlhabende Länder bleiben weit zurück (siehe auch Deutschland).
Keine Lösung bei den Initianten!
Warum ist die Zuwanderungsinitiative trotzdem ein Thema?
Natürlich komme auch ich als Gegner dieser Initiative nicht darum herum, mir Gedanken über die zukünftige Schweiz zu machen. Im Jahr 2025 lag die Geburtenrate bei ca. 90'000 Babys. Gemäss BFS beschäftigte die Schweiz im Jahr 2024 total 5,340 Mio Personen. Davon waren 3,503 Mio Schweizer, 1,837 Mio waren Ausländer. Die jährliche Arbeitszeit betrug 1'812 Stunden bei Vollzeitarbeit. Effektiv kamen alle Erwerbstätigen auf 1'417 Arbeitsstunden, was einer Teilzeitquote von 78% entspricht. Alle ausländischen Erwerbstätigen leisteten somit 2,6 Mrd. Arbeitsstunden im Jahr 2024. Die schweizerischen Erwerbstätigen kamen auf 4,96 Mrd. Arbeitsstunden.
Wenn alle erwerbstätigen Zuwanderer wegfallen würden, so könnten die inländischen Erwerbstätigen lediglich 6,5 Mio Arbeitsstunden kompensieren. Rund 2 Mrd. Arbeitsstunden fehlen. Wie dies kompensiert werden soll, wurde noch nie seriös beantwortet. Wobei auch unrealistisch ist, dass alle Erwerbstätigen zu 100% arbeiten müssen.
Viel eher wird der Arbeitsfrieden zerstört und Arbeitgeber und Arbeitnehmer in einen gefährlichen Zwist getrieben.
Auch keine Lösung für einen tragfähigen Kompromiss!
Paul Studer